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Landschaftswandel
und Wacholderheiden ...Landschaft
pur... Wacholderheiden prägen in unverwechselbarer Weise die Landschaft der
Schwäbischen Alb. Dem Menschen dienen sie zur Erholung, vielen Tieren und Pflanzen
als Lebensraum. Ihre Entstehung verdanken sie vor allem der Beweidung mit Schafen.
Um
diese Landschaft in ihrer Eigenart und Bedeutung zu erhalten und zu sichern wurde
auf der Münsinger Alb das Kalkmagerrasenprojekt initiiert. Das Projektgebiet
beinhaltet einen typischen Bereich des Naturraumes "Mittlere Schwäbische Alb".
Es umfasst die Münsinger Alb von Münsingen bis südlich Mehrstetten und das Große
Lautertal, aber auch Flächen rund um Mägerkingen und Trochtelfingen.
Für die aus Jurakalk aufgebaute Schwäbische Alb sind vor
allem trockene Lebensräume wie gemähte oder beweidete Halbtrockenrasen (Wacholderheiden)
und Wirtschaftswiesen magerer Ausprägung charakteristisch. Herausragende
Bedeutung für Naturschutz : Kalkmagerrasen
gehören zu den artenreichsten Lebensgemeinschaften Mitteleuropas. Sie zeigen eine
hohe Artenvielfalt trockenheits- und wärmeertragender Spezialisten der heimischen
Tier- und Pflanzenwelt und wärmebedürftiger Arten, deren Hauptverbreitungsgebiet
in südlicheren Regionen zu finden ist. Zudem bieten diese mageren, blütenreichen
Standorte Überlebensmöglichkeiten für Tierarten, die ansonsten in unserer intensiv
genutzten Landschaft keine anderen blütenreichen Habitate mehr finden. Deshalb
besitzen diese Lebensräume eine herausragende Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz.
Neuere
Kartierungen aus dem Projektgebiet belegen konkret, daß dort zahlreiche bundesweit
gefährdete Tier- und Pflanzenarten anzutreffen sind. Heideverluste:
Die Aufgabe der traditionellen Nutzung (Schafweide, Mahd) auf den Kalkmagerrasen
mit der Folge der Wiederbewaldung stellt den wesentlichsten Grund für Beeinträchtigungen
und Gefährdungen dieses Lebensraumtyps dar. Hinzu kommen Verluste durch Aufforstungen,
landwirtschaftliche Intensivierung und Baumaßnahmen. Beeinträchtigungen und Konflikte
gibt es aber auch durch Freizeitnutzungen.
Bild: Ansicht aus dem
südlichen Lautertal 1954, Archiv Stadt Münsingen
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